Achskorrekturen O- und X-Beinen

Umstellungsosteotomie am Kniegelenk

Mit eine Ursache für Beschwerden im Bereich des Kniegelenkes kann auch eine varische Beinachse sein, die sogenannte O-Bein-Stellung. Sollte eine O-Bein-Fehlstellung vorliegen, eventuell auch im Zusammenhang mit Knorpel- oder Bandschäden, muss diese O-Bein-Stellung korrigiert werden. Dies erfolgt durch die sogenannte additive tibiale Osteotomie, bei der die O-Bein-Achse beseitigt wird indem der Unterschenkel begradigt wird. Dies geschieht durch einen Sägeschnitt von der Innenseite des Unterschenkels kniegelenknah. Der Unterschenkel wird aufgeklappt und zur Fixierung wird ein Kunstknochenkeil eingeschoben und eine Platte mit vier Schrauben angelegt, um den Unterschenkel zu stabilisieren.

Nachbehandlung
Die Nachbehandlung besteht in einer 4-5 wöchigen Entlastung der betroffenen Extremität, um eine gesunde Knochenheilung zu gewährleisten. Das Metall kann, muss aber nicht, nach einem Jahr entfernt werden.

Fazit
Bei dieser Methode besteht der Vorteil darin, dass keine Nervenschädigungen auftreten können, da der Zugang von der Innenseite am Unterschenkel erfolgt. Weiterhin muss das Wadenbein nicht durchtrennt werden, sodass es sich hier um eine elegante und schonende Operationsmethode handelt. Es entfällt auch durch die Einlage des Kunstknochens (Hatric-Keil) die Entnahme von Knochen am Beckenkamm, was oft der Grund für Beschwerden ist.


Umstellungsosteotomie

Dr. med. Jürgen Beyer, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin
Königstr. 70    -     70173 Stuttgart    -     Telefon: 0152 - 363 100 53 - E-Mail: info@dr-juergen-beyer.de

Impressum