Hüfte – Neue Lebensqualität mit neuer Generation von Hüftkappe

Oberflächenersatz bringt Vorteile für den aktiven und vor allem jungen Patienten

Die Möglichkeit ein krankes und schmerzhaftes Hüftgelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzen zu können, gehört zu den herausragenden Neuerungen der Medizin in den vergangenen fünfzig Jahren. Einer der jüngsten Fortschritte im Bereich der Endoprothetik besteht darin, das defekte Hüftgelenk nicht mehr in jedem Fall durch eine Vollprothese ersetzen zu müssen, sondern das Gelenk weitgehend zu erhalten und lediglich seine defekte Oberfläche durch Metallimplantate zu ersetzen. Dr. Jürgen Beyer hat sich auf dieses Verfahren seit zwei Jahren spezialisiert.


Bei der herkömmlichen Vollprothese wird im Oberschenkel eine Schaftprothese mit oder ohne Zement verankert. Dies ist für ältere Patienten nach wie vor auch die optimale Versorgung. Bei jüngeren Patienten (bis ca. 70 Jahre) muss bei einer Primärimplantation auch an eine mögliche spätere Wechseloperation gedacht werden. Das Ziel muss demnach eine knochensparende Verankerung der Prothese im Oberschenkel sein. Hierfür stellt das neue Verfahren, welches durch Prof. Derek McMinn aus Birmingham entwickelt und seit Mitte der 90er Jahre klinisch eingesetzt wird, eine hoffnungsvolle Methode dar.

Neben der knochensparenden Implantationstechnik weist der Oberflächenersatz noch einige entscheidende Vorteile auf. Durch die hochwertige Metall-Metall-Gleitpaarung von Hüftkopf zu Hüftpfanne kommt es zu einem verringerten Materialabrieb, welcher entscheidend an der Lockerung von Hüftprothesen beteiligt ist. Zusätzlich bleibt die Beinlänge erhalten und die Luxationsgefahr ist auf ein Minimum reduziert, da die natürliche Gelenkanatomie wiederhergestellt wird. Die Rehabilitationszeit wird durch die schnellere Belastbarkeit des operierten Beines im Vergleich zu den herkömmlichen Versorgungsarten deutlich reduziert. Neben der schnellen Wiedereingliederung in das Berufsleben können auch Sportarten in nahezu jedem Umfang nach erfolgreicher Rehabilitation wieder betrieben werden.

Nachbehandlung
Die Nachbehandlung erfolgt durch sofortigen Beginn der Physiotherapie, die Beweglichkeit ist freigegeben. Allerdings sollte eine zweiwöchige Entlastung der betroffenen Hüfte an zwei Gehstützen erfolgen, anschließend dann Übergang zur Vollbelastung. Nach 4-5 Monaten ist die aktive Ausübung von allen Sportarten, auch Tennis, Skifahren oder Ballsport wieder möglich, von denen bei einer Versorgung mit einer herkömmlichen Prothese abgeraten wird.

Fazit
Der Oberflächenersatz an der Hüfte ist besonders für jüngere oder vitale ältere Menschen geeignet, die körperlich sehr aktiv sind und bei denen durch Beruf oder Sport die Hüftgelenke stark belastet werden. Die Überkronung ist so konstruiert, dass falls nötig ein späterer Austausch problemlos erfolgen kann. Auch Patienten mit Hüftkopfnekrose sind für diese Methode sehr geeignet.


Vergleich McMinn-Methode – Vollprothese


Vor Einsatz McMinn-Methode (Hüftarthrose)


Nach der OP

Dr. med. Jürgen Beyer, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin
Königstr. 70    -     70173 Stuttgart    -     Telefon: (0711) 99 79 94-3    -     Telefax: (0711) 99 79 94-40    -     E-Mail: info@dr-juergen-beyer.de

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